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Schulwettbewerb

Schulwettbewerb "5 x 500 Euro" :
Schüler betätigen sich als Forscher und Unternehmer


Sie produzieren Kugelschreiber, bauen Fahrzeugmodelle und entwickeln eine Anlage zur Trinkwasseraufbereitung. Sie erforschen Fragen aus der Molekularbiologie und entwickeln Modelle von Maschinen, die es noch gar nicht gibt, die aber im Alltag dringend benötigt werden, wie das Hochspringsofa, das unliebsame Gäste bockend aus dem Haus befördert.

So unterschiedlich die fünf Projekte von Schulen aus Karlsruhe, Bretten, Ettlingen und Gaggenau sind, die kürzlich von der Wirtschaftsstiftung Südwest mit je 500 Euro prämiert wurden, einiges haben sie gemeinsam: die Schüler müssen kreative Ideen entwickeln und umsetzen und dazu noch wirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigen. Darum ging es der Stadt Karlsruhe, der Sparkasse Karlsruhe und der Volksbank Karlsruhe, als sie die Wirtschaftsstiftung Südwest im Dezember 2000 gründeten.

"Wir wollen Schülerinnen und Schüler an wirtschaftliches Handeln heranführen und deren Unternehmergeist fördern", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Michael Kaiser. Um eine zusätzliche Motivation zu bieten, prämierte die Wirtschaftsstiftung Südwest bereits zum zehnten Mal Schulprojekte zur Berufsorientierung, zum zweiten Mal unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsbürgermeisterin Luczak-Schwarz, die die Preisträger auszeichnete. In diesem Jahr hatten sich 33 Schulen mit 41 Projekten beworben. "Die Initiative fördert Projekte in der ganzen Region und bindet alle Schultypen ein", sagte Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz.


Die Preisträger im Überblick:

Eindrucksvoll waren die Präsentationen der fünf Gewinner durch die Schülerinnen und Schüler selbst.
  • So planen, konstruieren, produzieren, bewerben und verkaufen die Schülerinnen und Schüler der Schillerschule Ettlingen einen per 3DDrucker hergestellten Kugelschreiber. Alle gängigen wirtschaftlichen Prozesse werden so praxisnah erfahrbar gemacht. Die 500 Euro sollen für die Erweiterung des 3DDruckers verwendet werden.


  • Schüler der Carl Benz Schule, einer Berufsschule in Gaggenau, bauen in Schülerteams ein ferngesteuertes, geländegängiges UNIMOGModell. Das Projekt startet mit einem Besuch des UnimogMuseums in Gaggenau, geht über die Konstruktion und den Bau von Unimogs bis zu einem Modellfahrzeugrennen mit Siegerehrung im Museum Gaggenau und einer Mitfahrt im echten Unimog als Gewinn. Mit dem Preisgeld soll LegoTechnic und Verbrauchsmaterial beschafft werden. Weitere Schulen sollen einbezogen werden.


  • "Trinkwasseraufbereitung" ist das Thema von Schülerinnen und Schülern des Melanchthon Gymnasiums Bretten. Sie entwickeln eine Anlage für Kairo, die verkeimtes Wasser mit Hilfe von Sonnenenergie über ein PhotovoltaikModul zu Trinkwasser aufbereitet. Ziel ist es, Menschen in Entwicklungsländern kostengünstig Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Mit den 500 Euro sollen PVModule, LiIonen Akkus, Getriebemotoren, elektronische Bauteile und Mikroprozessoren gekauft werden.


  • Bei der FischertechnikAG lernen Grundschüler der Gartenschule Karlsruhe anhand von FischertechnikBaukästen experimentell die Grundlagen technischer Zusammenhänge kennen. Besonders werden dabei Mädchen berücksichtigt. Die Kinder sollen ein Verständnis für Grundprinzipien mechanischer Konstruktionen entwickeln. Mit den 500 Euro soll zusätzliches Material angeschafft werden und erste Schritte in Richtung Robotik unternommen werden.
  • Bei der Begabten AG des AlbertusMagnusGymnasiums Ettlingen erforschen Schüler aktuelle Fragen aus der Molekularbiologie. Die drei Themen sind: Genetische Manipulation, Epigenetik (änderungen der Genfunktion, die nicht auf Mutation beruhen) und Bioinformatik. Sie stehen im Austausch mit Wissenschaftlern und nehmen Einblick in deren Arbeit. Sie erstellen Infostände, Poster her und eine Website, führen Präsentationen durch und beteiligen sich an wissenschaftlichen Diskussionen mit Experten auch in Englisch. "Jeder Blumenkohl hat mehr Gene als DU!" lautet der Titel ihres Projektes. Das Preisgeld soll vor allem für Exkursionen zu Forschungslabors verwendet werden.
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